Untersuchungen zur chemischen Verschäumbarkeit von wässrigen Polymerdispersionen

Quellenangaben
BMWA / AiF: 11597 B

Ziel des Projektes war es, Polymerdispersionen als potentielle Substitute von
PVC-w unter dem Gesichtspunkt der chemischen Verschäumbarkeit zu untersuchen. Insbesondere sollten rheologische Untersuchungen und Untersuchungen der Oberflächenspannungen der Dispersionspolymere durchgeführt werden.

Im technologischen Bearbeitungsabschnitt wurden von mehr als 30 Polymerdispersionen die optimalen Verschäumungsbedingungen für eine in Voruntersuchungen ausgewählte Treibmittel-Rezeptur ermittelt.
Im Ergebnis wurden die Polymere sechs Verschäumbarkeitsgruppen zugeordnet, wobei sechs Polymere als gut verschäumbar in Gruppe 1 (gut expandierte, feinporige Schaumschicht) eingestuft wurden. Die Ergebnisse der Bestimmung der scherabhängigen viskoelastischen Eigenschaften mittels Rotationsviskosimeter korrelierten nicht mit den Ergebnissen der technologischen Untersuchungen. Auch der aus diesem Grunde eingeschlagene Weg der Bestimmung der Fließeigenschaften unter Dehnbelastung mittels Hochdruck- Kapillarviskosimeter war aufgrund der Nichteignung der Polymerrezepturen zur Untersuchung im Schmelzezustand nicht erfolgreich.

Weiterführende Untersuchungen auf diesem Gebiet, das bisher nur unzureichend Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen war, sollten die gezielte Entwicklung von chemisch verschäumbaren Dispersionen unter Nutzung der Dehnrheometrie nach Meissner zum Inhalt haben.

Das Forschungsvorhaben wurde aus Haushaltmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) gefördert.

Der ausführliche Abschlussbericht ist im Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen (FILK) verfügbar.