Untersuchungen zum Einfluss verfahrens- und substratabhängiger Parameter bei der Herstellung von Polymerschichten aus strahlenhärtbaren Systemen auf das Emissionsverhalten von in Innenräumen einsetzbaren Kunststoffverbunden

Quellenangaben
BMWA / AiF: 11854 B

Das Emissionspotential von Beschichtungen aus strahlenhärtbaren lösungsmittelfreien flüssigen und pulverförmigen Lacksystemen auf Substraten wie Fußbodenbelag und Leder wurde in Abhängigkeit von verschiedenen Parametern untersucht.

Den flüchtigen Verbindungen (VOC) der lackbeschichteten Materialien konnten die Emissionsquellen zugeordnet werden. Nachweisbar sind Reste der Photoinitiatoren und ihrer Spaltprodukte, Verarbeitungshilfsmittel und eine gewisse Menge durch die Bestrahlung neu gebildete Verbindungen. Gravierende Unterschiede werden je nach Porosität des Substrates erhalten. Bei dichter Oberfläche verändert die Lackbeschichtung die Gesamtemission nicht. Bei der Applikation flüssiger Lacke auf porösen Oberflächen kann ein Teil des Lackes in das Substrat eindringen, wird nicht gehärtet und bewirkt eine deutlich erhöhte Emission (u. a. Acrylate).

Neue Chancen für die Herstellung emissionsarmer flexibler Materialien für Innenräume eröffnen sich mit neuartigen UV-härtbaren Pulverlacken, die in ersten Versuchen wie eine Emissionsbarriere wirkten.

Anwendungsmöglichkeiten werden vorrangig für die Zurichtung von Kunststoffbahnen (z.B. Fußbodenbelägen) gesehen. Emissionsarme Beschichtungen auf PVC-Bodenbelag sind auch mittels Elektronenstrahlhärtung herstellbar.

Das Forschungsvorhaben wurde aus Haushaltmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) gefördert.

Der ausführliche Abschlussbericht ist im Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen (FILK) verfügbar.