Modifizierung von Kunststoffeigenschaften durch Einarbeitung von Nano- Füllstoffen

Quellenangaben
BMWA / AiF: 12246 BR

Am HITK (FS 2) mittels Flammenpyrolyse hergestellte und aufbereitete nanoskalige Metalloxide wurden am FILK (FS 1) mit dem Ziel der Erzeugung nanodisperser Systeme in extrudierten ULDPE bzw. HDPE-Folien compoundiert und verarbeitet.

Im Ergebnis der Ermittlung der Zieleigenschaften wurde erkannt, daß die UV-Absorptionen der weitgehend transparenten ULDPE-Folien mit denen von unter Zusatz kommerzieller Produkte hergestellter Folien des gleichen Polymers vergleichbar sind. Beim Vergleich der Trübung im sichtbaren Licht stehen die flammenpyrolytischen Produkte geringfügig hinter den kommerziellen Produkten zurück.

Die auf Basis nanopartikelmodifizierter HDPE-Compounds hergestellten Folien wiesen gegenüber den unmodifizierten Folien nicht den angestrebten Qualitätssprung auf. Noch bestehende Agglomerate wirken sich auf die mechanischen Eigenschaften stärker negativ aus als auf die UV-Absorption.

Positive Ansätze für die Bildung hoher Wechselwirkungen brachte die Einarbeitung von der HDPE-Matrix über mechanisch aufbereitete wässrige Dispersionen zugeführten Nanopartikeln. Bei erfolgreicher Fortführung der FuE- Arbeiten sind thermoplastische Compounds mit spezifischen Eigenschaften auf Basis olefinischer Standardkunststoffe erzielbar.

Forschungsstellen:

1. Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen gGmbH, Meißner Ring 1-5, 09599 Freiberg
2. Hermsdorfer Institut für Technische Keramik e.V., Michael-Faraday-Str.1, 07629 Hermsdorf

Das Forschungsvorhaben wurde aus Haushaltmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) gefördert.

Der ausführliche Abschlussbericht ist im Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen (FILK) verfügbar.