Entwicklung emissionsarmer Polyolefinschäume

Quellenangaben
BMWA / AiF: 10971 B

Im Rahmen des Vorhabens wurden verschiedene Wege der Einflussnahme auf die Struktur und die Emission von mittels Doppelschneckenextrudern hergestellten Schaumbahnen untersucht.

Es konnte eingeschätzt werden, dass die Anpassung der Schneckengeometrie zum Aufbau des erforderlichen Schmelzedruckes nach Zersetzung des Treibmittels in der Polymerschmelze auch im Doppelschneckenextruder technisch realisierbar ist.

Zur Entwicklung von emissionsarmen Schäumen wird im Ergebnis der Arbeiten folgende Lösung vorgeschlagen:
Entgasung des über den Haupttrichter des Extruders zugeführten Polymeren nach dem Schmelzen im ersten Extruderabschnitt, homogene Einarbeitung eines chemischen Treibmittels in die entgaste Schmelze und Schäumung durch Druckabfall in der Polymerschmelze beim Austritt des Extrudates aus dem Extrusionswerkzeug.

Da noch keine metallocenkatalysierten Polypropylene (m-PP) auf dem Markt sind und m-PE in unvernetztem Zustand als alleinige Materialien den thermischen Anforderungen im KFZ nicht genügen, wurden mit Erfolg aus Mischungen von PP - Copolymeren mit einem m-PE bis 120 Grad Celsius temperaturbeständige Extrusionsschäume hergestellt. Die erreichbaren Schaumdichten liegen im Bereich >0, 5kg/l.

Das Forschungsvorhaben wurde aus Haushaltmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) gefördert.

Der ausführliche Abschlussbericht ist im Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen (FILK) verfügbar.