Alternative Primärweichmacher für PVC auf der Basis von modifizierten Fettsäureestern

Quellenangaben
BMWA / AiF: 13067 BR

Im Rahmen des Vorhabens wurden epoxidierte Fettsäureester (epoFSE) hinsichtlich ihres physiko-chemischen Verhaltens und wichtiger anwendungstechnischer Aspekte als Primärweichmacher für PVC untersucht. Die erzielten Ergebnisse belegen, dass Methyl- und Isopropylester mit bevorzugt zwei oder drei Epoxidgruppen dafür potentiell geeignet sind.

Die Methylester mit einem Gehalt von >5% Epoxidsauerstoff weisen gutes Gelierverhalten auf. Die Gelierung setzt bei tieferer Temperatur als bei DEHP ein. Bei größeren Alkoxygruppen verringert sich das Geliervermögen. Mit epoFES können in Abhängigkeit von der Zusammensetzung der Weichmacher und den Gelierbedingungen weiche elastische Materialien mit ausreichender Festigkeit oder hochmodulige Folien erzeugt werden.

In applikationsbezogenen Untersuchungen wurde die Herstellung von geschäumten, hochgefüllten und hochmoduligen Materialien getestet.

Sehr gute Ergebnisse, die überführungsfähig sind, wurden bei der Herstellung geschäumter PVC-Textil-Verbunde erhalten. EpoFSE könnten bei ausgewählten PVC-Erzeugnissen der Kunststoffbahnenindustrie als Ersatz für Phthalate verwendet werden, wenn ihre Zusammensetzung im Hinblick auf die Migration optimiert wird. Weiterhin kann mit speziell formulierten Mischungen ein einfaches Verfahren zur Herstellung von hochmoduligen Folien und Beschichtungen aus PVC-Pasten entwickelt werden.

Das Forschungsvorhaben wurde aus Haushaltmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) gefördert.

Der ausführliche Abschlussbericht ist im Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen (FILK) verfügbar.